Von der Grundschule zur weiterführenden Schule

Am Ende der Grundschulzeit steht die Frage über den weiteren Bildungsweg der Schülerinnen und Schüler. Wir möchten Sie unterstützen und mit Ihnen gemeinsam eine Erfolg versprechende Schullaufbahn für Ihr Kind finden.

Im Folgenden erhalten Sie einige Informationen zu wichtigen Gesichtspunkten bei der Wahl des richtigen Bildungsgangs, Erläuterungen zum Übergangsverfahren und einen kurzen Überblick über Ziele, Abschlüsse und Übertrittsmöglichkeiten der weiterführenden Schulen.

Zu den verlässlichen Grundlagen, die als Ausgangspunkt für die Entscheidung gelten, zählen:

  • Der Leistungsstand: Wie sind die Noten zustande gekommen?
  • Die Entwicklung während der gesamten Grundschulzeit
  • Das Sozial- und Arbeitsverhalten
  • Erkenntnisse aus den Gesprächen mit Ihnen als Erziehungsberechtigte

Viele verschiedene Kompetenzmerkmale sind bei der Wahl des weiteren Bildungswegs relevant. Hier finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Fächern und sozialen Kompetenzen

Beispiele für das Fach Deutsch:

  • Gespräche führen
  • Über Schreibfertigkeiten verfügen
  • Texte verstehen
  • Ökonomisch arbeiten
  • Sprache untersuchen

Beispiele für das Fach Mathematik:

  • Mathematische Kenntnisse anwenden
  • Lösungswege beschreiben
  • Vermutungen entwickeln
  • Sachprobleme in mathematische Sprache übersetzen
  • Mathematische Probleme geeignet darstellen

Beispiele für das Fach Sachunterricht:

  • Projektergebnisse darstellen
  • Hergestelltes kommentieren und erklären
  • Ausflüge auswerten
  • Fachbegriffe anwenden
  • Gelerntes in neuen Zusammenhängen anwenden

Beispiele für die kognitiven Fähigkeiten

  • Sich auf neue Lerninhalte einstellen
  • Aufgabenstellungen erkennen
  • Überlegt urteilen
  • In Gesamtzusammenhängen denken
  • Gelerntes versprachlichen

Arbeitsverhalten

Leistungsbereitschaft

  • Interesse am Unterricht
  • Konzentriert arbeiten
  • Sich Anforderungen stellen

Zuverlässigkeit und Sorgfalt

  • Arbeitsmaterialien bereit halten
  • Regelmäßige Hausaufgaben
  • Saubere Heft- und Mappenführung

Selbständigkeit

  • Frei arbeiten können
  • Sich selbst organisieren können
  • In angemessenem Tempo arbeiten
  • Aufgaben selbstsicher angehen
  • Misserfolge verkraften können

Sozialverhalten

Verantwortungsbereitschaft

  • Einsatz zeigen und Verantwortung z.B. bei Gruppenarbeit übernehmen
  • Klassendienste zuverlässig ausführen

Kooperationsfähigkeit

  • Mit anderen zusammenarbeiten
  • Anderen helfen und Hilfe annehmen
  • Bereitschaft, eigene Interessen zurückzustellen

Konfliktverhalten

  • Auf die Mitschüler eingehen
  • Konflikte verbal lösen
  • Sich an Regeln und Vereinbarungen halten
  • Gegebenenfalls Fehler eingestehen

Erläuterungen zum Übergangsverfahren

Am ersten Elternsprechtag berät die Lehrerin mit den Eltern über die weitere Schullaufbahn und schlägt eine Empfehlung für die Sek. I vor.
Diese Empfehlung spiegelt die Einschätzung der unterrichtenden Lehrer/innen auf der Grundlage der letzten dreieinhalb Jahre wider.
Die Empfehlung enthält immer auch eine Empfehlung für die Gesamtschule.
Gegebenenfalls wird eine weitere Schulform genannt, für die das Kind mit Einschränkung geeignet erscheint.
In diesem Fall ist ein weiteres Beratungsgespräch mit der weiterführenden Schule vorgesehen.

Weiterführende Schulen

Derzeit können die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen zur Haupt-, Real-, Gesamtschule oder zum Gymnasium wechseln.

Weitere allgemeine Informationen zu den Schulen finden Sie hier: www.bildungsportal.nrw.de

Realschule

  • Klassen 5 bis 10 – erste Fremdsprache
  • Ab Klasse 6:
    2. Fremdsprache
  • Ab Klasse 7:
    Weiterführung der 2. Fremdsprache oder
    Schwerpunkt Sozialwissenschaften oder
    künstlerisch-musischer Bereich oder
    Naturwissenschaftlich-technischer Schwerpunkt
  • Abschlüsse:
    Fachoberschulreife mit Berechtigung: Besuch gymnasialen. Oberstufe

Hauptschule

  • Klassen 5 bis 10
  • Leistungsdifferenzierung nach Klasse 6
  • Ein Schwerpunkt : Arbeitslehre zur Vorbereitung auf Berufsausbildung
  • Abschlüsse:
    Typ A: ohne Qualifikation
    Typ B: Fachoberschulreife

Gymnasium

  • In der Regel Klassen 5 bis 12
  • Nach oder in Klasse 5 die 2. Fremdsprache
  • Wahlpflichtfächer ab Klasse 8:
    dritte Fremdsprache, Naturwissenschaften, Technik, Ernährungslehre, Informatik, Politik/Wirtschaft
  • Je nach Schule werden Profilklassen für besonders begabte Kinder mit unterschiedlichen Schwerpunkten gebildet
  • Sekundarstufe I umfasst nur noch die Klassen 5 bis 9
  • Klasse 10 bildet die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe
  • Zentralabitur in Klasse 12

Gesamtschule

  • Bietet die Abschlüsse aller drei vorgenannten Schulen an

 


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