Pädagogisches Gesamtkonzept |
Schulisches Selbstverständnis
Das Kollegium der Johannes-Schule besteht derzeit aus 18 Kolleginnen und Kollegen. Gleitender Schulbeginn, offene Unterrichtsformen, Projektwochen, mehrtägige Klassenfahrten sowie Maßnahmen der Gewaltprävention gehören zum Schulprogramm.
Leitbild der Johannes-Schule
Im Leitbild der Johannes-Schule finden sich die Grundideen, nach denen sich unsere Schule ausrichten will und worauf wir Wert legen. Unserem Leitbild liegt ein Zitat von Meir Shalev zu Grunde, das hier in Auszügen wiedergegeben wird:
“Ich hoffe, dass du tolerant und friedliebend wirst.
Ich hoffe, dass du zu einer vernünftigen und gut ausgebildeten Person heranwächst.
Ich hoffe, dass du anderen nicht antun wirst, was du selbst nicht erleben willst.
Ich hoffe, dass du jede Menge Anlässe zum Lachen haben wirst....
Ich hoffe, dass du etwas zum Wissensschatz und zur Kultur der Menschheit beitragen wirst...“
( Meir Shalev, München 1999)
Dieses Leitbild und die sich daraus ergebenden Ziele werden in der OGS weiter verfolgt.
Träger der OGS ist der „Verein Betreuende Grundschule e.V.“. Der Vorstand des Vereins besteht aus Eltern, deren Kinder die Johannes-Schule besuchen.
Dieser Elternverein besteht als Verein Betreuende Grundschule seit dem Jahr 1994 und leitete bisher erfolgreich und mit großer Kontinuität die Betreuungsmodelle 8-13 und 13+.
In einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Elternverein und dem Schulträger sind die Rahmenbedingungen zur Durchführung der OGS geregelt. Die Eltern schließen einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Schulträger, der seinerseits die Elternbeiträge einzieht.
Im Rahmen der OGS werden die angemeldeten Kinder täglich von 7.45 Uhr bis 16.00 Uhr betreut und gefördert.
Während eines Teils der Ferien sind Betreuungsangebote in Kooperation mit dem
TuS Königsdorf
geplant. Ferienmaßnahmen bietet darüber hinaus das Jugendamt der Stadt an, so dass die Betreuung in den Ferien gesichert ist. |
| Förderangebote |
Die pädagogische Arbeit, ausgehend von gezielten Beobachtungen, richtet sich nach den sozialen und emotionalen Bedürfnissen der Kinder und Eltern.
Wir gehen von einem ganzheitlichen Bildungsverständnis aus, einem Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Es sollen Zeit und Raum gegeben sein, damit die individuelle Persönlichkeit des Kindes gestärkt wird und Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit, Sozialverhalten und Konfliktfähigkeit gesteigert werden können.
Drei pädagogische Schwerpunkte und Ziele stehen bei der Arbeit in den Betreuungsgruppen im Vordergrund:
1. Raum für familienergänzende Erziehung und Betreuung
2. Raum für Bildung und individuelle Förderung
3. Raum für Neigungsangebote
1. Raum für familienergänzende Erziehung und Betreuung
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Geborgenheit und Verlässlichkeit
Da die Kinder viele Stunden in der OGS verbringen, sollen sie Geborgenheit empfinden, Beziehungen aufbauen können, sowie Verlässlichkeit erhalten. Daher ist es uns wichtig, dass ein festes Team von Betreuerinnen als vertraute Ansprechpartnerinnen für die Kinder bereit steht. Die Betreuerinnen sollen situationsorientiert arbeiten, die emotionale Situation der einzelnen Kinder wahrnehmen und auf deren Bedürfnisse pädagogisch sinnvoll reagieren.
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Freies Spiel und Bewegung
Die Kinder können sich nach dem Unterricht je nach Wunsch in unterschiedlichen Bereichen frei betätigen: in kleinen Gruppen zum gemeinsamen Spiel zusammen finden, sich im Toberaum austoben, sich in die Ruheecke zurückziehen, Bastelangebote wahrnehmen...
Bewegung auf dem Schulhof hat bei unseren Betreuerinnen einen hohen Stellenwert. Ein breites Angebot von Spielgeräten dort ermöglicht es, dem Bewegungsbedürfnis der Kinder in besonderer Weise Rechnung zu tragen.
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Gemeinsames Mittagessen
Das gemeinsame Mittagessen ist ein wichtiger Aspekt des sozialen, gemeinschaftspflegenden Miteinanders. Darüber hinaus erlernen die
Kinder Regeln und Rituale in Bezug auf Höflichkeit, Rücksichtnahme und Tischsitten und üben sie ein.
2. Raum für Bildung und individuelle Förderung
Wichtiges Element der OGS ist die Hausaufgabenbetreuung. Die Kinder erhalten die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben in einem festen Zeitrahmen unter fachkundiger Begleitung selbstständig zu bearbeiten.
Unter der Voraussetzung, dass die vorgesehenen Lehrerstunden zur Verfügung gestellt werden, werden diese eingesetzt für:
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Gezielte Fördermaßnahmen zur Behebung von Lerndefiziten in Deutsch und Mathe
Gezielte Fördermaßnahmen für besonders begabte Kinder in Deutsch, Mathe/Naturwissenschaften
Projektorientierte Maßnahmen, die die Kinder im Sinne eines ganzheitlichen Lernens auf möglichst vielen unterschiedlichen Kanälen ansprechen.
3. Raum für Neigungsangebote
Die Kinder können Neigungsangebote wählen, die in Arbeitsgemeinschaften an bestimmten Tagen angeboten werden. Die Anmeldung ist freiwillig, die Kinder sind aber verpflichtet, nach Anmeldung an der AG teilzunehmen.
Angebote sollen vorwiegend im sportlichen Bereich eingerichtet werden.
Anforderungen an die Raumgestaltung
Aus den oben dargelegten Prinzipien ergeben sich Anforderungen an die Raumgestaltung der OGS.
Raum ist eine „zentrale Dimension“ des Aufwachsens (Liebau 1993, S.607). Räume, deren Gestaltung und bedarfsgerechte Ausstattung prägen unsere Wahrnehmung und haben damit eine wesentliche Bedeutung für die Entfaltung und Entwicklung unserer Sinne.
Die Leitidee des pädagogischen Konzeptes der Johannesschule Königsdorf basiert auf einem ganzheitlichen Bildungsverständnis, das emotionale, soziale und kognitive Ziele gleichermaßen verfolgt. Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit sind wesentliche Fähigkeiten, die das Kind zu einer selbstbewussten Persönlichkeit heranwachsen lässt. Wahrnehmungsleistungen bilden die Grundvoraussetzung zur Erlangung dieser Ziele. Daher haben wir ein Raumkonzept erarbeitet, welches die Sinneserfahrungen der Kinder positiv beeinflussen soll. Eine kindgerechte Raumgestaltung bietet genügend Gestaltungsmöglichkeit an, weckt den Entdeckerdrang der Kinder, regt ihre Kreativität und Phantasie an und strahlt eine Atmosphäre des „Wohlfühlens“ aus. Die folgenden Bausteine berücksichtigen Raum für Spiel-, Beschäftigung-, Lebens- und Lernprozesse, wie es das pädagogische Konzept der Johannesschule im Einklang mit dem Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 26.01.2006 vorsieht.
Raum für familienergänzende Erziehung und Betreuung
Daraus ableitend müssen die individuellen und sozialen Grundbedürfnisse der Kinder berücksichtigt werden. Die Kinder brauchen: Geborgenheit, Verlässlichkeit, Vertrautheit und Stabilität.
Die pädagogische Arbeit mit dem Ziel, diesen Bedürfnissen zu entsprechen, lässt sich nur in Form fester Gruppen, klarer Raumstrukturen und festen Betreuern pro Gruppe ermöglichen. Daher sind für 75 Kinder 3 Gruppenräume eingerichtet, welche von den Kindern gestaltbar sind, in denen sie sich wohl fühlen können, die sie anregen und wo sie ihre individuellen Bedürfnisse ausleben können. Verschiedene Rückzugsmöglichkeiten wie Bau-, Kuschel- und Lesecke, Spielregale und Kreativitätsregale, eine farbenfrohe Wandgestaltung und eigene Schubladenfächer und Trinkbecher sind wichtige Bestandteile einer „Wohlfühlatmosphäre“. Nur bei trockenem Wetter können die Kinder ihren Bewegungsdrang auch auf dem Schulhof mit seinen Spielgeräten ausleben.
Das Essen, als wichtiger Bestandteil, findet bei 75 Kindern zu 3 Zeiten statt. Dafür wurde ein großer Raum im Hildeboldzentrum eingerichtet, der in unmittelbarer Nähe der Küche liegt.
Raum für Bildung und individuelle Förderung
Hierzu zählen die Hausaufgabenbetreuung und die individuelle Förderung, die sowohl den leistungsstarken als auch leistungsschwächeren Kindern gerecht werden soll.
Eine Grundvoraussetzung für Hausaufgaben ist ruhige Atmosphäre, um konzentriertes und eigenständiges Arbeiten zu ermöglichen. Die Hausaufgabenbetreuung findet in den Gruppenräumen und in zwei kleineren Räumen im Hildeboldzentrum statt. In den letztgenannten Räumen sollen vor allem Kinder, die auf Grund von Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten erhöhten Förderbedarf haben, ihre Hausaufgaben machen. Hier finden sie die nötige Ruhe zum Arbeiten und können erfolgreich gefördert werden. Nach dem letzten Essen wird der Speiseraum (großer Raum im Hildeboldzentrum) auch als Hausaufgabenraum genutzt.
Folgende Räume stehen für den Bereich Bildung und individuelle Förderung zur Verfügung:
- Drei Gruppenräume
- Zwei kleine Räume im Hildeboldzentrum
(davon ein Raum nur als Teilnutzung mit der Kirche)
- Speiseraum nach dem Essen
- Klassenräume zur Erteilung von Förderunterricht und projektbezogenen Unterricht
- Je nach Bedarf Aula und Werkraum
Raum für Neigungsangebote
Erstrebenswert ist es, dass jedes Kind seine Neigungen selbst entdeckt und somit mit Spaß und Freude neue Interessen und Erfahrungen sammelt. Hierzu werden verschiedene Angebote und Anregungen in den Gruppen gegeben (z.B. Basteln, Lesen, Malen, Modellieren, Textilgestaltung Töpfern, Pantomime etc.). Das Personal führt in den Gruppenräumen die Neigungsangebote durch, die offen und gebunden gestaltet sind. Für zusätzliche AG´s im Nachmittagsbereich können die Räumlichkeiten im Hildeboldzentrum genutzt werden.
Für sportliche Angebote steht die Turnhalle nach dem Unterricht zur Verfügung.
Vorgesehene Räume:
- Drei Gruppenräume
- Ein kleiner Raum
- Ein kleiner Raum im Hildeboldzentrum (Teilnutzung mit Kirche)
- Turnhalle
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